Nunjaaaaa... wie fange ich an?
Am besten mit...
HALLO! Schön, dass ihr alle noch da seid!
Die lange Pause haben wir meiner
maßlosen Unterschätzung des Semesters zu verdanken.
Ich vermutete ja, dass es sehr entspannt wird und nur die Prüfungszeit hektisch,
aber dem war weit gefehlt. Zwar hatte ich nicht viel Uni, aber ich habe viel mit
dem ganzen Drumherum zu tun. Zum einen habe ich viele Vertretungsstunden als Trainer
gehalten und zum anderen gab es einige Seminarleistungen zu erbringen. Und als dann
die Prüfungszeit mit 12 Prüfungen losgelegt hat, war natürlich
alles verloren.
Da ging mein Privatleben einfach vollends den Bach runter.
An dieser Stelle auch meine zutiefste Bewunderung an alle studierenden Blogger, die auch
in der Prüfungszeit weiterbloggen! Ich kann das nicht! Nach einen langen Lerntag starre ich
mit leerem Blick an die Wand und hoffe, dass es schnell vorbeigeht.
Lernen macht mich kaputt! Und wenn ich dann noch aus Zeitgründen auf den Spot verzichten
muss, dann macht es mich noch viel kaputter. Glücklicherweise musste ich nur 1 1/2 Wochen
verzichten. Ich habe in der Zeit zwar leider meinen Sixpackansatz wieder verloren (die Kekse
werden wohl auch ihrs dazu getan haben) aber den trainier ich mir jetzt einfach wieder an.
Ich würde ja sagen, ich fasse euch die Geschehnisse einfach anhand von Instagram zusammen,
blöd nur, dass ich da auch nicht wirklich viel gepostet habe. Aber ein bisschen was hab
ich für euch. Auf los gehts los mit der kleinen Zusammenfassung:
Ich bekleide ab jetzt das
ehrenvolle Amt des Wohnheimsprechers.
Heißt im Klartext: für Mülltrennung sorgen, zu laute Partypeople zum leiser sein
bewegen und sich um sonstige Anliegen der Bewohner kümmern. Ich freu mich, weil ich mich
eh schon ein länger ein bisschen engagieren wollte.
Außerdem läuft es mit dem Sport ganz prima und ich komme wunderbar mit dem Muskelaufbau voran.
Ich habe mir im Kraftraum der Uni bereits einen kleinen Namen gemacht.
Den ersten Blicken der Typen nach zu Urteilen, bin ich die erste Frau die nicht
schnurstracks zu den Cardiogeräten marschiert, sondern sich bei den Gewichten
und Hanteln austobt. Am Anfang wurde kurz getuschelt, aber jetzt hat mich schon
der ein oder andere nach Übungen gefragt. Da bin ich schon stolz, wenn ich jemandem
etwas erklären kann. Aber ich mache meine Squates auch mit 36kg, ich denke das kann sich sehen lassen.
Meine Euphorie für
bodypump und bodyattack haben mich nach wie vor nicht verlassen und
ich kann wirklich tolle Ergebnisse verzeichnen. Mittlerweile probiere ich mich auch in bodycombat
und sogar bodyjam (bisher kläglich gescheitert) aus. Ich liebe meine Trainer und freue mich
jede Woche auf Freitagabend, weil da wieder Bodypump und Bodattack mit Andrea angesagt sind.
Schon alleine, dass ich letztens alleine ein Gurkenglas aufbekommen habe und ich keinen
Muskelkater hatte, als ich meine Wohnung im dritten Stock wieder eingeräumt habe, ist
schon der Hit.
Der nächste Erfolg, den ich verbuchen kann ist: ab nächstem Semester bin ich als Trainerin
an der Uni angestellt und gebe dann meinen
eigenen Fitnesskurs. Ich freue mich sehr!
Die Chefin ist super lieb und ich hab einfach richtig Bock meine Sportbegeisterung an
andere weitergeben zu können.
Das konnte ich am Anfang des Semesters auch schon,
etwas unfreiwillig, üben :D
Egentlich waren die Trainerin, die zurzeit einen Kurs anbietet, und ich verabredet um gemeinsam
einen Kursstunde zu halten. Ich hätte also schön üben können, mit ihr als Hilfestellung.
Allerdings wurde sie eine dreiviertel Stunde vor Kursbeginn krank und bat mich um Vertretung.
Was blieb mir also anderes übrig, als ins kalte Wasser zu springen und den Kurs zu halten?
Also schnell meine Kursplannung ausgepackt, spotify angeschmissen und los gings.
Ich war echt aufgeregt, aber die Mädels waren ganz süß und haben sogar die neuen
Choreoschritte und Übungen toll mitgemacht. Anfangs gabs manchmal
verwirrte Gesichter, aber
dann hats super geklappt. Das hat mich total gefreut.
Aber ich hätte die Gesichter fotografieren müssen, als ich den
"Walking Burpee" erklärt habe :D
Danach ging nur ein
"Boah ALTER?!" durch die Halle und auch während der Ausführung gabs derartiges
Gestöhne, dass ich mich schon nicht mehr getraut habe hochzuschauen, aus Angst jemand könnte
sich verknotet haben. Aber alles gut, am Ende hats ihnen sogar Spaß gemacht und ich bekam viele
nette Worte. Unter anderem, ob ich einen eigenen Kurs anbieten würde und dass man nicht gemerkt hätte,
dass ich das zum ersten Mal gemacht habe und dass sie Spaß an den neuen Übungen und Schritten hatten.
Ich bin sooo stolz und ich freue mich unheimlich, dass der Kurs so toll ankam und ich auch schon
die ersten Besucher für meinen Kurs nächstes Semester gewinnen konnte.
Während dem Semester konnte ich leider immer nur Freitags in meinem Studio trainieren und musste
mich ansonsten mit dem spärlich ausgestatteten Kraftraum auseinandersetzen.
Aber in den Weihnachtsferien habe ich wie immer Gas gegeben.
Außerdem gabs nen Shake umsonst, wenn man an Nikolaus mit Nikolausmütze zum Training kam.

Zu Weihnachten gabs endlich meine erste eigene Gitarre. Sie ist schwarz lackiert und ich
habe mir dazu noch einen Leopardengitarrengurt geleistet.
Ich liebe sie!
Statt zu lernen habe ich auch schon ein bisschen darauf gespielt. Deswegen kann ich jetzt
auch ein neues Lied. Man sollte es kaum glauben, aber
Simple Man von Lynyrd Skynyrd ist
einfacher zu spielen als
Regen und Meer von Juli.
Hier noch ein Bild von meiner Schwester und mir und ein Bild von unserer schönen Weihnachtstafel.

Trotz der Gitarrespielrei habe ich bisher aber ganz gute Noten einheimsen können.
Ich habe in meiner mündlichen Deutschprüfung eine 2,0 geschafft und das trotz Literaturwissenschaft,
in Sport/Musik gabs die volle Punktzahl und die beste Prüfung und in Mathe gabs ne 2,3 und ne 2,0.
Ich kann mich also nicht beschweren. Jetzt muss ich in den Ferien
"nur" noch
zwei Unterrichtsplanungen, eine Hausarbeit, ein Reading Journal und ein Portfolio schreiben.
Und dann hätte ich noch ein dreiwöchiges Praktikum im März zu bieten.
Also
lässig ist auch anders. Aber die Zeit geht rum und nächstes Jahr um diese Zeit habe
ich vielleicht schon meinen Master in der Tasche, wenn alles gut geht.
Am Donnerstag habe ich meine letzte Klausur geschrieben und am Samstag hatte ich direkt ein
Fotoshooting für das T-Shirt einer befreundeten Band. Beim Quatschmachen entstand dieses
tolle Bild.
Ein Tuckjump :)

Das Shooting war wirklich cool, im wahrsten Sinne des Wortes. Es waren 8 Grad, wir befanden
uns in einer stillgelegten Farbenfabrik und ich hatte eine Unterhose, Kniestrümpfe und ein
T-Shirt an. Aber was tut man nicht alles für coole Bilder. Die Ergebnisse zeige ich euch
natürlich auch zu gegebener Zeit.
Abends war mir aber wieder muckelig warm. Da hat Jan seinen Geburtstag gefeiert und wir haben
Laser Trek gespielt. Pascals Freundin war mir immer so dicht auf den Fersen, dass ich tierisch
wegrennen musste und deswegen auch das ein oder andere Mal volle Pulle gegen die Wand gerannt bin.
Und damit beende ich diesen Vortrag, denn mehr gibt es leider nicht zu erzählen.